Samerberg
Samerberg ist eine Gemeinde im Landkreis Rosenheim, Regierungsbezirk Oberbayern. Sitz der Gemeindeverwaltung ist der Ort Törwang; einen Gemeindeteil namens Samerberg gibt es nicht.
Der Begriff „Samerberg“ geht zurück auf einen sehr wichtigen Erwerbszweig, den die Bauern aus dieser Region schon im Mittelalter ausübten: Ein Samer war grundsätzlich jeder, der mehr oder weniger berufsmäßig Waren auf Samrossen (Packpferden) beförderte und mit Salz, Getreide und Wein handelte.
Diese wertvolle Fracht wurde zum Beispiel von Bad Reichenhall (Salz) und Südtirol (Wein) in das Rosenheimer Land gebracht. Eine Besonderheit der Samerberger Samer war die Belieferung der Inn-Schifffahrt in Nussdorf am Inn. Von dort gingen die Waren auf dem Wasserweg weiter ins europäische Nachbarland. Um die Lieferanten, die auf bekannten Saumpfaden unterwegs waren, vor Räubern und Überfällen zu schützen, wurden die Rosserer und die Rösser von Männern mit langen Schwertern begleitet und im Notfall verteidigt.
Die Gemeindeteile von Samerberg, einer ländlichen Region des Chiemgauer Voralpenlandes mit einer Reihe von Weilern und Einödhöfen, liegen östlich des Inns und östlich von Neubeuern räumlich weit verstreut auf einem hügeligen Hochplateau, das im Südosten von einer Bergkette, der Hochriesgruppe (von Nordosten nach Südwesten: Heuberg (1338 m ü. NHN), Riesenberg (1444 m), Hochries (1569 m), Karkopf (1497 m), Feichteck (1514 m)) flankiert wird und im Westen zum Inntal hin abfällt. Die Wohngebiete liegen auf einer Höhe zwischen etwa 600 und 750 m ü. NHN; die größten Orte sind Törwang und Grainbach.
Das Gemeindegebiet, das sich in westöstlicher Richtung über eine Länge von etwa sieben Kilometern erstreckt, grenzt im Süden und Südwesten an Nußdorf am Inn, im Nordwesten an Neubeuern, im Norden an Rohrdorf und im Osten an Frasdorf. Im Südosten grenzt es außerdem an die Gemeinden Aschau im Chiemgau und Erl (Österreich), zu denen aber keine direkten Verbindungsstraßen bestehen.
Der Samerberg besitzt bedeutende Streuwiesen und Quellmoore. Beide bieten Lebensraum für bayernweit hochgradig gefährdete Tier- und Pflanzenarten, beispielsweise verschiedene Orchideen- und Enzianarten, dem Alpen-Fettkraut, den Mehlprimeln und Wollgräsern. Die Quellmoore und Streuwiesen sind ein Teil des Samerberger Tourismuskonzepts, wie zum Beispiel der Naturlehrpfad „Samerberger Filze“ und der Lehrbienenstand.
(WiKi)
More information
Visible by: Everyone
All rights reserved
-
Taken on Friday March 7, 2025
-
Posted on Friday March 14, 2025
- 460 visits
- 29 people like
35 comments
Edna Edenkoben said:
HFF und ein schönes Wochenende, Anna.
aNNa schramm replied to Edna Edenkoben:
LotharW said:
Trudy Tuinstra said:
Jaap van 't Veen said:
hFF
Percy Schramm said:
Nora Caracci said:
HFF !!!
e HBM !!!
Xata said:
tiabunna said:
Patrick Brandy said:
Roger (Grisly) said:
Mikus said:
Franck Chabal said:
Fred Fouarge said:
Christa1004 said: