An der Nordseite des Altstädtischen Marktes steht eine Löwenskulptur, die an den Stadtgründer Schwerins, Heinrich den Löwen, erinnert.
Von seinem viereinhalb Meter hohen Sockel aus schaut der Löwe hämisch grinsend über den Platz, dessen Geschichte bis in die Zeit der Stadtgründung im Jahr 1160 zurückgeht. Als das Denkmal 1995 auf dem Markt eingeweiht wurde, gab es dazu sehr zwiespältige Meinungen, denn eines der vier in Stein gemeißelten Bilder, die sogenannte „Gesäßparade”, zeigt nackte Hintern, die die Bardowicker Bürger einst dem durchreisenden Herzog aus Groll gezeigt haben sollen.

Dieser hatte während seiner Regierungszeit die wichtigen Handelsplätze Schwerin und Lübeck gefördert, während Bardowick immer mehr an Bedeutung verlor. Die Gesäßhuldigung erinnert an die Geringschätzung, die die Bardowicker dem Herzog seither entgegenbringen.Die weiteren Bilder der Säule erzählen satirisch-kritisch vom Wendenkreuzzug 1147, der Gründung Schwerins im Jahr 1160 und der Erschaffung des Braunschweiger Löwen als Symbol der Regentschaft Heinrichs in der Residenz Braunschweig.

Heinrich der Löwe aus dem Geschlecht der Welfen war von 1142 bis 1180 Herzog von Sachsen (als Heinrich III.) sowie von 1156 bis 1180 Herzog von Baiern (als Heinrich XII.).
8 comments
Kayleigh said:
Pam J said:
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Jaap van 't Veen said:
Jocelyne Villoing said:
Annemarie said:
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William Sutherland said:
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Mikus said:
*Уαɾα said: