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Boro: The Japanese Philosophy of Textile Art

Boro (襤褸) bedeutet wörtlich "Lumpen" oder "zerfetzte Stoffe" – aber es ist so viel mehr als das.
Es ist die japanische Kunst, kaputte Textilien durch Flicken, Schichten und Reparieren zu transformieren. Nicht, um sie wie neu aussehen zu lassen, sondern um ihre Geschichte sichtbar zu machen.

Die Philosophie:
Nichts wird weggeworfen.
Alles hat Wert.
Auch das Kaputte.
Jeder Flicken erzählt eine Geschichte.
Jede Naht ist eine Erinnerung.
Jede Schicht ist ein Leben, das weitergeht.

Boro ist:
Wabi-Sabi in Stoff – die Schönheit des Unvollkommenen
Mottainai – keine Verschwendung, Respekt vor Materialien
Kintsugi für Textilien – Brüche werden mit Stolz getragen

Ursprünglich aus der Not geboren (arme Bauern im ländlichen Japan reparierten ihre Kleidung jahrzehntelang), ist Boro heute weltweit als Kunstform anerkannt.
Die Botschaft:
Reparieren ist schöner als Ersetzen.
Gebrauchsspuren sind Ehrfurcht.
Und manchmal sind die zerrissensten Dinge die wertvollsten.
Boro sagt: Du bist nicht kaputt.
Du bist geflickt. Und das macht dich einzigartig.
Boro: The Japanese Philosophy of Textile Art Video: 11:20 ~ Untertitel vorhanden. .