Neben dem Altarraum ist das Kaiserliche Treppenhaus der prächtigste Teil des Berliner Doms. Bis zum Ende der Monarchie im Jahr 1918 betraten Kaiser Wilhelm II. und Kaiserin Auguste Victoria den Dom über diesen Treppenaufgang. Von dort aus hatten sie direkten Zugang zur Tauf- und Traukirche sowie zur Kaiserloge im Obergeschoss der Predigtkirche. Für die Kaiserin wurde neben dem Treppenhaus ein elektrischer Fahrstuhl installiert, der sie direkt ins Obergeschoss brachte. Entsprechend üppig und prachtvoll ist die Ausstattung des Treppenhauses.

Neben verschiedenfarbigen Marmorarten wurden vor allem Steine aus Unica verwendet. Der rötliche Stein, der auch als Lahnmarmor bezeichnet wird, hebt sich durch seine auffallende Farbe und Struktur von anderen Marmorarten stark ab. Die Gipskapitelle der Säulen im Kaiserlichen Treppenhaus sind mit Kupfer überzogen. Kandelaber und Deckenkronen aus vergoldeter Bronze sowie die goldfarbene Verglasung von Türen und Oberlicht runden die Ausstattung ab. Im oberen Geschoss dienen 13 Temperagemälde von Albert Hertel als Wand- und Deckenschmuck.

Die prachtvolle Kaiserloge, die sich zentral im Bild befindet, veranschaulicht die enge Verbindung von Kirche und Staat im wilhelminischen Kaiserreich.
11 comments
Jaap van 't Veen said:
RHH said:
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William Sutherland said:
Admired in: www.ipernity.com/group/tolerance
Annemarie said:
Pam J said:
Dominique 60 said:
Kayleigh said:
Don Sutherland said:
*Уαɾα said: