Die zwölf Bücherschränke aus poliertem Eichenholz beherbergten die großherzogliche Privatbibliothek. Nach seiner Abdankung im Jahr 1918 nahm der Regent die Bibliothek mit nach Ludwigslust, wo sie bis 1945 verblieb. Danach ging der gesamte Buchbestand verloren.

Hinter den Schränken befindet sich ein schmaler Gang, der zu einer Treppe führt. Der Großherzog gelangte auf diese Weise in kürzester Zeit in das Schlafgemach seiner Gemahlin. Ein signifikanter Anteil der Eichenholzdecke sowie der Schränke besteht aus Pappmaché bzw. Gips. Dies hatte nicht nur eine Kostenersparnis zur Folge, sondern die Materialvielfalt entsprach auch den zeitgenössischen Modetrends. Das stufenartige Rhombenmuster des Tafelparketts aus Nussbaum-, Eichen- und Eschenholz erzeugt eine überraschend räumliche Wirkung.

Die Gemälde über den Türen wurden von dem Mecklenburger Maler C. G. C. Schumacher ausgeführt. Die dargestellten Allegorien der Theologie, Philosophie und Jurisprudenz erscheinen auf Goldgrund und verweisen auf das gute Regiment des Monarchen.

Die Porträtbüsten auf den Schränken repräsentieren eine Auswahl an historischen Persönlichkeiten, darunter namhafte Staatsmänner, Dichter, antike Gottheiten sowie Mitglieder und Verwandte des mecklenburgischen Herrscherhauses.
10 comments
William Sutherland said:
Admired in: www.ipernity.com/group/tolerance
Stephan Fey said:
Mikus said:
Jaap van 't Veen said:
Pam J said:
* ઇଓ * ▹ Уαɾα said:
Annemarie said:
Valeriane ♫ ♫ ♫¨* said:
Belle série ! belles semaine et journée Holger ! Amitiés♫
bonsai59 said:
Christa1004 said: