Der Thronsaal ist der Höhepunkte bei einem Besuch im Schloss Schwerin und ist im Rahmen des Schlossmuseums zugänglich.
Die prunkvolle Innenausstattung des Thronsaals im Stil der Berliner Neorenaissance entstand unter Leitung von F. A. Stüler in den Jahren 1856–1858, u. a. mit Säulen aus Carraramarmor. Die vergoldeten Eisengusstüren wurden nach Entwürfen von F. W. Dankberg in Lauchhammer gegossen. Den originalen Thronbaldachin und den älteren Thronsessel aus der Zeit um 1750 flankieren die Ganzfigurenporträts von Friedrich Franz II. (F. Krüger, 1854) und seiner ersten Gemahlin Auguste (F. Kaulbach, 1856). Das kunstvolle Tafelparkett mit Metall- und Schildpatteinlagen wurde von der Schweriner Hoftischlerei Peters angefertigt.

Die üppige Gestaltung des Raums mit zahlreichen vergoldeten Details, Wappen, Marmorsäulen, Skulpturen und Malereien wirkte geradezu erschlagend. Weingart nennt dies eine „Strategie der Überwältigung“.

Der 1,5 Etagen hohe Raum, der Baldachin über dem goldverzierten Thron, die in den Deckenbildern dargestellte Verschränkung göttlicher und weltlicher Autorität, das glänzende Holzparkett mit den Perlmutt-Intarsien sowie die überlebensgroßen Gemälde des Großherzogs und seiner Frau links und rechts vom Thron – all diese Gestaltungselemente sollen eine übergeordnete Botschaft vermitteln: Das Haus Mecklenburg-Schwerin blickt auf eine herausragende Geschichte zurück.
10 comments
Annemarie said:
most beautiful
Happy weekend!
Jaap van 't Veen said:
Again an interesting note.
Jocelyne Villoing said:
William Sutherland said:
Admired in: www.ipernity.com/group/tolerance
Pam J said:
Makrofan said:
Esther said:
Kayleigh said:
Mikus said:
Marije Aguillo said: