Es ließ mir heute keine Ruhe. Nach verschiedenen Tipps im Internet wollte ich meine eigene Idee eines Lichtzeltes umsetzen. Ganz langsam reifte der Plan. Als erstes ging ich in ein Schrebwarengeschäft um Fotokarton zu kaufen und zu sehen, ob es geeignetes transparentes Papier gab. Es gab alles was mein Herz begehrte. Ich fand sogar einen großen Bogen schwarzen Karton 100 x 70 cm, der als Hintergrund dienen konnte. Vorsicht: Der einfache Karton kostete ca 2€, der richtig feste dicke Karton schlägt gleich mit 12 € zu Buche. Ich beschloss erstmal nur 2 € zu investieren. Sollte er sich bewähren, aber nicht stabil genug sein, dann kann ich immer noch den anderen Kaufen. Die 2€ sind da zu verschmerzen. Für ein rechteckiges, variables Lichtzelt erstand ich zusätzlich 4 x schwarzen und 4 x weißen Karton der Größe 70 x 50 cm. Transparentes Papier, das mir hinreichend weiß erschien, gab es in der Größe 63 x 45 cm. Auch hier nahm ich 4, jeweils für die Seiten, oben und hinten. Man weiß ja nie. Alles in allem legte ich 12,75 Euro auf den Tisch.
Als Basis für den Rahmen entschied ich mich für Kantholz. Die Idee stabil zu bauen und 30 mm im Quadrat zu nehmen verwarf ich beim Anblick der Preise. Von 20 mm auf 22 mm tat der Preis einen Sprung um gut 100%. Ich wollte ja preiswert bauen und nicht in die Preislagen professionellen Equiments gelangen. Als Größe hatte ich mir vorher 50 * 70 * 60 cm ausgerechnet. Dies kommt mit den Kanthölzern hervorragend hin, denn die sind 240 cm. Aus zweien kann ich zwei 50 cm und zwei 70 cm Kanten sägen und das dritte gibt vier 60 cm Kanten. Für meinen großen Karton brauchte ich 70 cm Breite.
Den Gedanken, den Rahmen steckbar zu gestalten und mit nicht verleimten Dübeln zu arbeiten, verwarf ich. Überlegungen ihn irgendwie klappbar zu machen scheiterten am Preis. Schaniere sind zu teuer. Ich vertraute daher auf einfache Winkel. Das 50er Pack erwies sich all preisgünstig. Einzel hätten die benötigten 16 Winkel etwa 15 € gekosten. Das 50er Pack kam auf ~8 €. Verstehe einer diese Preisgestaltung. Winkel kann ich immer gebrauchen, blieben 34 Winkel für die Zukunft. Für die Winkel brauchte ich noch Schrauben. Frage: Hatte ich noch genug von den letzten Einkäufen über? Ich kaufe immer ein paar mehr und ... Kein Risiko eingehen. Wenn ich doch nicht die passenden Schrauben hatte, dann müsste ich nochmal vorbeikommen. Notfalls gesellen sich nochmal 50 Schrauben zu den vorhandenen. Beim nächsten Mal wird es nicht anders sein. Mit den Preisen für Schrauben verhält es sich wie mit den Winkeln. Also gleich das 100er Pack. Welche Größe sollte ich nehmen. 10 mm lange schienen mir zu zierlich. Also 12 mm. Kopfgröße geschätzt, weil ich die Verpackung nicht öffnen wolte, 3,5 mm. Die erwies sich später als zu groß, d.h. der Kopf versinkt nicht im Winkel. Aber es geht nicht um die Schönheit des Rahmen. 2,5 mm sieht zwar zierlich aus, ist aber passend für die kleinen Winkel. Schlechtes Augenmaß. Die 100er Packung erwies sich später als gar nicht so schlecht, denn 16 Winkel mit 4 Schrauben sind schon 64 Schrauben. Das hatte ich mir nach dem Motteo 100 müssen reichen, nicht ausgrechnet. Die hätte ich wohl nicht mehr gehabt.
War blieb noch die Frage: Wie befestige ich das Papier am Rahmen? Tacker? Zu unflexibel. Kleben und zwar mit Klettband! Klettband gibt es getrennt als Meterware getrennt nach Flausch und Klett. Getrennt ist gar nicht schlecht, denn ich brauche ja nur ein Blatt auf einer Seite, möchte aber zwischen schwarzem oder weißem Karton und Transparentpapier wechseln können. Da ich nur einen Meter von beiden mitnahm, muss ich wohl noch etwas Flausch bei nächster Gelegenheit kaufen.
Alles im allem lag ich am Ende bei 19€. Ich frage mich jetzt, wie die Kasse auf 19 € kommt. Zusammen also 31 €.
Dann noch 1 1/2 Stunden sägen und schrauben und fertig war der Rahmen. Beim Schrauben erkannte ich noch, dass die 12 mm Schrauben sich ab und an, wenn ich etwas schlecht ausgerichtet hatte von linkt und rechts im inneren des Kantholz traffen. Sieht alles etwas schief und einfach aus aber mehr Sorgfalt bedeutet auch mehr Zeit. Und wo wäre da der Gewinn. Der große schwarze Karton fügte sich als Boden geradezu ideal in den Rahmen und hat ein kleine Hohlkehle am hinteren Ende. Für die Aufnahme des Aufbaus musste ich mir mal kurz die Digikam meines Sohnes ausleihen. Die Seitenteile hab ich noch weggelassen, aber mit dem Klettband sind die im Nu angebracht.
Und hier nun ein erstes schnelles Foto, quicky and dirty!
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