....noch vor dem Umbau zu den Stadthöfen. Hier befand sich von 1933 bis 1943 (Zerstörung durch Bomben) die Gestapo-Zentrale Hamburgs.
o Von hier aus wurde die Verfolgung von politischen Gegnern, Juden, Sinti und Roma sowie anderen NS-Opfergruppen in Norddeutschland organisiert.
o Im Keller des Gebäudekomplexes wurden Gefangene unter grausamen Bedingungen festgehalten, verhört und misshandelt.
o Ein berüchtigter Verbindungsgang, der „Seufzergang“, wurde genutzt, um Gefangene von den Arrestzellen zu den Vernehmungszimmern zu bringen.
Nach dem Krieg war dort die Innenbehörde untergebracht bis die Stadt das Gebäude 2009 an einen Investor verkaufte - mit der Auflage, eine Gedenkstätte zum NS-Terror einzurichten. Nachdem dies nicht geschehen war und nach zahlreichen Protesten war wenigstens ein Zugang zum sog. Seufzergang (PiP 5) möglich, jedoch nur durch einem Buchladen im Erdgeschoss (Schlüssel). Die Kulturbehörde setzte schließlich einen Beirat ein und gemeinsam wurde das Konzept für eine angemessene Gedenkstätte erarbeitet. Heute gibt es einen gesonderten Ausstellungsraum, mit Informationstafeln, Austellungsstücken und Mitarbeitern, die Auskunft geben können. Auf dem Übergang zum Görtz-Palais sind einige Informationsstelen zur Geschichte des Stadthauses aufgestellt.
Fassade vor dem Umbau - heute sind dort die Stadthöfe:

Im Austellungsraum - Original-Schreibtisch aus einem Verhörzimmer:

Der sog. Seufzergang:

3 Stolpersteine - 3 Todesfälle:
Aus dem Fenster geworfen-Sturz im Treppenhaus-Sprung aus dem Fenster !!!
5 comments
Joe, Son of the Rock said:
LotharW said:
volker_hmbg replied to LotharW:
das war doch beim Treffen 2022, beim Gang durch die Stadthöfe?
polytropos said:
volker_hmbg replied to polytropos: