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Wasser marsch!

Angeheizt ist schon mal, sicher war noch Restwasser im Wasserkasten. Aber das wichtigste, was so eine Dampfmaschine braucht ist Wasser. Wenn die Kohle ausgeht, ist nicht so tragisch, dann geht das Feuer einfach aus, aber wenn das Wasser alle wird, dann droht ein Kesselzerknall und das ist Lebensgefährlich. Dem Wasser wird noch sogenanntes Dosiermittel hinzugefügt. Das tut hier im Bild gerade der Lokführer. Dieses Dosiermittel ist eine Mischung aus Speisesoda, einer Schaumbremse und Sauerstoffbinder.

Speisesoda (Natriumcarbonat) bindet den im Wasser gelösten Kalk. Der Kalk fällt dadurch aus und bildet einen weichen Schlamm, der sich am Kesselboden absetzt und regelmäßig durch das Abschlammventil ausgeblasen werden kann. Schaumbremse (Antischaummittel): Durch die Zugabe von Soda beginnt das Wasser im Kessel stark zu schäumen, was den Betrieb der Lok empfindlich stören würde. Die Schaumbremse unterbindet dies und sorgt dafür, dass nur reiner Dampf zu den Zylindern gelangt. Sauerstoffbinder (z.B. Natriumsulfit) wird verwendet, um den im Wasser gelösten Sauerstoff chemisch zu binden und so gefährliche Korrosion an den Kesselwänden zu verhindern.

Besonders beeindruckt war ich allerdings von dem besonders schönen und gepflegten Wasserkran mit diesem schmiedeeisernen Ausleger.
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