041-365-2026, Majolika-Haus auf dem Kaßberg - HWW liebe Fotofreunde! Ich wünsche Euch einen angenehmen Wochenteiler und eine ruhige Restwoche. Bleibt gesund und passt auf Euch auf!
"Der Kaßberg ist der bevölkerungsreichste Stadtteil von Chemnitz und zählt zu den größten Gründerzeit- und Jugendstilvierteln Deutschlands. Er befindet sich in der Nähe des Flusses Chemnitz, westlich des Stadtzentrums, am höchsten Punkt rund 30 Meter über dem Niveau der Innenstadt." So liest es sich bei Wikipedia. 1855 errichtete der Chemnitzer Lehrer Johann Friedrich Stahlknecht das erste Haus auf dem Kaßberg. Mit der zunehmenden Industrialisierung kamen auch Erschließung und Bebauung des Kaßbergs voran. Die Höhen des Bergs galten bald als bevorzugte Wohngegend, vor allem wegen der im Vergleich zum Rest der Stadt weniger stark verschmutzten Luft.
Der 2. Wewltkrieg hat sicher auch seine Spuren auf dem Kaßberg hinterlassen, aber da es keine Industrie auf dem Kaßberg gab, war dieser nicht unbedingt das Ziel alliierter Bomberverbände. Und so blieb hier doch einiges von der Zerstörung verschont. Allerdings verfiel der Stadtteil zu DDR-Zeiten zusehends. Für die Sanierung der Häuser hatte der Staat weder Material noch die Mittel. So förderte der Staat eher den Neubau von Plattenbau-Wohnungen aus Beton und das Heckertgebiet entstand. Das war viel einfacher und auch billiger, um Wohnraum für die wachsende Bevölkerungszahl der Stadt zu schaffen. Auf dem Kaßberg wollte man nicht mehr unbedingt wohnen. Die Häuser abreißen wollte oder konnte man aber auch nicht und so wurde der Exodus immer größer.
Dieser Umstand rief natürlich auch "merkwürdige " Dinge hervor. Ich kann mich gut erinnern, daß bei einem Staatsbesuch Erich Honneckers in Chemnitz kurz vorher in alle leerstehenden Wohnung entlang der Protokollstrecke Gardinen gehängt wurden, damit die Häuser bewohnt aussehen. Alles Andere hätte nicht dem Bild entsprochen, das tagtäglich in den Medien propagiert wurde.
Das schönsten Häuser auf dem Kaßberg sind vielleicht die Majolika-Häuser. Aber das ist relativ. Schönheit liegt ja immer im Auge des Betrachters. Sie gehören aber zu den markantesten Jugendstilbauten des Kaßbergs. Das für Chemnitz und Umgebung einzigartige Ensemble wurde 1897 von dem Chemnitzer Bauunternehmer und Architekten Reinhold Siebert errichtet. Nach der Fertigstellung verkaufte oder vermietete man die Häuser an wohl situierte Bürger. Nach der politischen Wende in der DDR ist auch dieses Haus, wie noch viele andere, wieder im alten Glanz erstrahlt.
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Taken on Tuesday February 10, 2026
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Posted on Wednesday February 11, 2026
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9 comments
Ko Hummel said:
Mecklenburg-Foto (Re… said:
Mikus said:
Peter_Private_Box said:
Ein wunderschönes und interessantes Bild, das mir sehr gut gefällt!
Sehr schöne Komposition! Tolle Farben!
Beste Grüße, HWW, eine schöne halbe Woche und bleib gesund!
Peter
William Sutherland said:
Annemarie said:
Gudrun said:
sunlight said:
Gillian Everett said: