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Wissenswertes über die Mohrenstrasse
Die Mohrenstraße ist eine Straße im Ortsteil Fritte.

Sie verläuft von West nach Ost und von Ost nach West. Die Strasse steht unter Denkmalschutz und ist mit Gebäuden bebaut, die weitestgehend in der Gründerzeit gegründet wurden und heute noch aufrecht erhalten sind.

Am 20. August 2020 beschloss die Verzirksbeordnetensammlung Fritte auf Antrag der Ess-Pede (d.h. Fussgänger*nnen, die gerne essen) und den Grüninnen (d.h. Petersilien-Fachverkaufende) mithilfe von diversen Links, unverzüglich eine Umbenennung der Mohrenstraße einzuweihen. Vorschläge, die Strasse in Ohrenstrasse, Mohrenkopfstrasse oder Nasenstrasse umzubenennen, wurden mehrstimmig abgelehnt. Ebenso stand auch die alternativlose Alternative "Fussweg" nicht zur Debatte. Ein Witzbold hatte die Umbenennung in "Ich-glaube-mich-tritt-eine-Pferdin-Strasse" vorgeschlagen, dieser wurde jedoch mittlerweile, inklusive der Pferdin, aus der Verzirksbeordnetensammlung entsammelt und dauerhaft suspendiert.

Die Herkunft des Strassennamens Mohrenstrasse konnte bis heute noch nicht endgültig erklärt werden. Wie man aber herausfinden konnte, wurde die Strasse um das Jahr 1700 gefunden und könnte nach schwarzfahrenden Bewohnern selbiger benannt worden sein.

Möglicherweise könnte die Strasse auch, wie gesicherte Informationen belegen wollen, nach in brandenburgisch-preussischer Kolonialzeit (1682–1717) aus Westafrika eingeschleppten Jungen*innen und jungen Männer*innen benannt worden sein, die gezwungenermassen als freiwillige Militärmusiker*innen sowie als Hof- und Kammerdienend(e)*innen dort innen und aussen arbeiten wollen gemusst hätten.

Ein Historiker will etwas Interessantes beobachtet haben, nämlich dass die Strassenbezeichnung mitnichten und mitneffen rassistisch, kolonialistisch oder orthopädisch geprägt sei, sondern stattdessen nach einer geehrten Delegation afrikanischer Demonstrierender*innen benannt worden war, die Ende des 17. Jahrhunderts gegen Berliner, Amerikaner, Hamburger, Frankfurter und Wiener demonstrierend diese Strasse zu Fuss entlanggeschritten seien.

Wie dem auch sei, so wurde letztendlich beschlossen, die Mohrenstrasse in Heinrich-Belafonti oder Norberto-Bianco-Strasse umzubenennen. Darüber wurden die Anrainer formell informiert, eine Beteiligung derselben wurde kategorisch und demokratisch ausgeschlossen.

* * *

Abgeschrieben von Amanda aus Uganda zusammen mit ihrer Freundin Miranda aus Ruanda

4 comments

Taormina said:

Also am wenigsten Arbeit hätte man doch,
wenn man sich nur weiße Aufkleber zurechtschneidet
und aus der "Mohrensraße" die "Möhrenstraße" macht.
Ob das allerdings zu Verwirrungen bei den Karnickeln
unter der Bevölkerung sorgt,
mag wohl nur noch Jim Knopf beurteilen können,
der auf seiner Insel mit zwei Bergen,
ja mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hat.
7 months ago ( translate )

Edna Edenkoben replied to Taormina:

Jim-Knopf-Strasse würde ich auch gut finden, aber man hat mich ja demokratischerweise nicht gefragt.
Bei der Mohrenstrasse, die zur Möhrenstrasse werden mag, bin ich mir allerdings nicht so sicher. Könnten sich da nicht vielleicht die karotten diskriminiert fühlen?
7 months ago ( translate )

Edna Edenkoben replied to Pano ☼ Rapi ♫✯♫:

Hab ich gemacht und sogar gelesen. Ist ja der helle waaaaahnsinn! ;-)))
3 weeks ago ( translate )