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Der Zug, der in den Himmel wollte
von Gerda

Ich glaube, ich weiß eines: Niemand hat das Monopol über die Wahrheit. Wir haben jeder unseren eigenen Weg, der zur Wahrheit führt. Und was wir tun können ist, wenn wir auf unserem Weg gehen, unsere Hände auszustrecken und mit jemandem gemeinsam zu gehen. Und das tun wir.
Elie Wiesel, Wer meine Legende hört, stellt sein Leben in Frage

Es war einmal ein Zug, der fuhr seit Jahren immer dieselbe Strecke hin und her, hin und her. Tag für Tag brachte er Menschen und manchmal auch Tiere an ihr Ziel, und immer öfter fragte er sich, wo eigentlich sein Ziel sei. Er begann zu grübeln. Sollte das alles sein - jeden Tag Leute hin und her kutschieren? Andere an ihr Ziel bringen? Was war mit ihm? Was war mit seinem Ziel? Er dachte darüber nach, was in seinen Abteilen schon alles geschehen war. Menschen waren in ihnen gestorben und auch geboren worden. Verbrechen geschahen in ihnen, ebenso wie gute Taten. Was hatte dies alles jedoch mit ihm zu tun? Er lief auf seinen ihm von Menschen vorgeschriebenen Schienen und fühlte sich plötzlich hilflos und ausgeliefert. Welche Wahl hatte er eigentlich? Je mehr er darüber nachdachte, umso unglücklicher wurde er. Warum war ihm dieser Zustand nicht früher aufgefallen?

Eines Tages verfolgte der Zug ein Gespräch, das in einem seiner Abteile zwischen einem Jungen, der Mutter des Jungen und einem Priester stattfand. Der Vater des Knaben war vor kurzer Zeit gestorben, und der Priester versuchte ihm Mut zu zusprechen. Er erzählte ihm unter anderem, dass sein Vater jetzt bei Gott im Himmel glücklich und frei sei und der Junge brauche sich nicht zu grämen. Der Zug hatte aufmerksam zugehört, und die Beschreibung des Himmels gefiel ihm sehr. Am meisten gefiel ihm das Wort „frei“. Plötzlich wurde ihm bewusst, wie gerne er auch frei wäre, frei von den Schienen, auf die die Menschen ihn gesetzt hatten.

An diesem Abend, als sein Dienst beendet war, tat er etwas, was er sonst noch nie getan hatte: er betete. Er bat Gott, denn so hatte der Priester ihn genannt, er möge ihm helfen. Er betete voller Inbrunst und schlief dann noch über dem Beten müde ein. Mitten in der Nacht fuhr er erschrocken auf, denn um ihn herum war es plötzlich taghell. Vor ihm schwebte ein Engel, umgeben von Licht. “Du hast um Hilfe gebeten und ich bin hier, um dir deine Bitte zu erfüllen“, sagte der Engel. Der Zug brauchte nicht lange zu überlegen und antwortete: „Ich möchte fahren können, wohin ich will.“ Er schaute erwartungsvoll in die ruhigen Augen des Engels. „So sei es“, sagte dieser. „In genau einem Jahr werde ich wiederkommen, denn dann ist die Frist für deinen Wunsch abgelaufen. Nütze die Zeit gut!“

Bevor der Zug etwas erwidern konnte, blitzte es noch einmal hell auf und die Lichtgestalt war verschwunden. Wenn der Zug Hände gehabt hätte, er hätte sich gekniffen um sicher zu sein, dass er nicht träumte. War er jetzt wirklich frei? Frei zu fahren wohin er wollte? Ungeduldig wartete er auf den Tagesanbruch. Eigentlich hatte er vorgehabt, darum zu bitten, in den Himmel zu kommen, aber der Gedanke, vielleicht vorher sterben zu müssen, bereitete ihm größtes Unbehagen. Vielleicht konnte er jetzt selbst den Weg dorthin finden ohne zu sterben.

Es begann schon langsam zu dämmern, als seine langjährige Freundin, das Käuzchen, gekonnt auf seinen Lieblingsplatz im Führerstand der Lokomotive flog und sich auf das Steuerrad kuschelte. „Hallo!“ sagte der Zug und beobachtete wieder einmal fasziniert, wie es auf seine unnachahmliche Art den Kopf verdrehte und ihn mit einem Auge ansah.
„Schuhu, hm, wollte sagen - guten Morgen“, entgegnete das Käuzchen aufgekratzt.
„Du bist ja bester Laune“, bemerkte der Zug, „ist es dir gut ergangen?“
„Huuu“, das Käuzchen verdrehte den Kopf, riss zur Abwechslung beide Augen groß auf und starrte ihn an: „Ich habe einen alten Dachboden voll saftiger Mäuse entdeckt“, antwortete es. Der Zug erschauerte. „Entschuldige bitte“, sagte das Käuzchen und wirkte dabei leicht zerknirscht: „Ich vergaß, dass du es nicht magst, wenn ich darüber spreche.“

„Ist schon in Ordnung“, entgegnete der Zug nicht ganz überzeugend, denn er fand es, wenn er ganz ehrlich war, ein wenig barbarisch.

Er aß lieber fette, knackige Kohlen, die kein Gesicht hatten und nicht herumliefen. Aber schließlich war er ein Zug und kein Käuzchen. Es war eben Käuzchenart, Mäuse zu verschlingen.

„Du siehst aber auch nicht gerade unzufrieden aus!“ fand seine gefiederte Freundin.

„Ja“, sagte der Zug, „ich habe dir auch etwas ganz Besonderes zu erzählen.“

Und er erzählte ihr die phantastische Geschichte, die ihm zugestoßen war. Seine Freundin hörte ihm, aufmerksam wie immer, zu.

„Schuhuu, ein Engel, ein richtiger Engel, und du kannst jetzt wirklich überall hinfahren?“ fragte das Käuzchen und seine leuchtenden gelben Augen schauten den Zug fragend an. „Wenn das so ist, dann hoffe ich doch, dass du mich mitnimmst!“

„Was würde ich denn ohne dich tun“, antwortete der Zug. „Du bist doch diejenige, die alle Sprachen der Menschen und Tiere versteht. Ich könnte mich doch ohne dich gar nicht zurechtfinden.“

Das Käuzchen plusterte sich auf und schüttelte mit einer eleganten Bewegung sein glänzendes, dichtes Gefieder aus.

„Wann soll es denn losgehen?“ fragte es und zupfte sich gespielt kokett ein paar noch abstehende Federn in Form.

„Jetzt gleich, wenn du willst“, entgegnete der Zug, der manchmal Schwierigkeiten hatte, die schauspielerischen Leistungen seiner Freundin zu durchschauen. „Dann wird es sich herausstellen, ob ich mir die ganze Geschichte nur eingebildet habe oder nicht.“

Er war aufgeregter, als er zugeben wollte.

„An mir soll es nicht liegen“, erwiderte die Federkugel mit den großen Augen und so konnte die Reise beginnen.

Der Zug wusste noch gar nicht, in welche Richtung es gehen sollte, er wollte nur einmal probieren, ob es funktionierte. Es funktionierte. Vor ihm entstanden Schienen aus dem Nichts, die aussahen wie aus Wolken gebildet. Wenn er zurück sah, waren sie wieder verschwunden. Das war wahrhaftig ein phantastisches Abenteuer. Das Käuzchen bat ihn, am nächsten Waldrand stehen zu bleiben.

„Ich habe in dieser Gegend einen weitläufigen Verwandten, der kann uns möglicherweise weiterhelfen. Er ist bei den Tieren für seine Weisheit bekannt. Vielleicht hat er eine Ahnung, wo wir den Himmel finden können“, erklärte das Käuzchen.

Am Waldrand angekommen, schwang es sich aus dem offenen Fenster des Führerstandes und verschwand zwischen den Bäumen.

Jetzt erst bemerkte der Zug, dass ihm vor Angst die Räder schlotterten. Was hatte er sich nur dabei gedacht? Den Himmel suchen! Und wenn es gar keinen Himmel gab? Vielleicht hatte der Priester das nur gesagt, um den Jungen zu trösten! Aber den Engel hatte er immerhin gesehen. Oder war er eine Halluzination gewesen? Träumte er womöglich diese ganze Geschichte? Wolkenschienen, so etwas gab es doch nicht. Trotzdem konnte er doch den Wald genau vor sich sehen. Wie wäre er wohl sonst hierher gekommen? Dem armen Zug schwirrte der Kopf, und ihm war ganz übel vor Aufregung. Wäre er nur geblieben, wo er war. Wenn es dem Zug zu wohl wird, fährt er auf Wolkenschienen, dachte er. So schlecht hatte er es schließlich nicht gehabt. Wäre ihm doch nie die Idee mit der Freiheit gekommen. Sie würde ihm bestimmt nichts als Ärger bringen. Er war erleichtert, als er das Käuzchen mit schnellen Flügelschlägen herbeieilen sah.

„Hoffentlich habe ich dich nicht zu lange warten lassen“, keuchte es, „es war weiter als ich dachte. Aber wie siehst du denn aus? Geht es dir nicht gut?“

"Nein, mir geht es ganz und gar nicht gut“, bibberte der Angesprochene. Hätte er Zähne gehabt, sie hätten geklappert wie Kastagnetten in den Händen einer spanischen Tänzerin. „Ich bin halbtot vor Angst.“

Er erzählte dem Käuzchen, was in der Zwischenzeit in ihm vorgegangen war.

„Ich verstehe, was du durchmachst, aber das ist immer so, wenn wir etwas Neues tun. Dann kriegen wir erst einmal fürchterliche Angst. Ich kenne das von mir“, sagte es mitfühlend.

„Wieso?“ fragte der Zug erstaunt. „Du fährst doch nicht auf Wolkenschienen?“

„Nein, das nicht“, entgegnete es lächelnd, „aber jeder hat da so seine eigenen Erfahrungen. Es ist schwer, alte Gewohnheiten hinter sich zu lassen. Sie sind wie Gefängnismauern. Du hast Mut bewiesen, weil du dich auf dieses Abenteuer eingelassen hast. Mut haben heißt nicht, dass wir keine Angst haben, nur tun wir eben mit der Angst, was wir ohne sie nicht tun können. Wenn wir uns mit der Angst auseinandersetzen, löst sie sich meistens auf.“

Die freundliche Unterstützung tat ihm gut, trotzdem wunderte sich der Zug über die Erfahrung des Käuzchens. Mittlerweile fuhr dieses fort:

„Ich habe eine Nachricht für dich, die wird dich vielleicht etwas aufmuntern. Mein Verwandter hat mir anvertraut, dass es im Land der aufgehenden Sonne einen heiligen Berg geben soll. Dieser Berg wird 'das Antlitz Gottes' genannt und wo das Antlitz Gottes ist, dürfte der Himmel ja nicht weit sein. Was hältst du davon?“

Das Käuzchen sah ihn fragend an. Dem Zug wurde etwas leichter ums Herz. Endlich hatte er ein Ziel vor Augen. Am liebsten wäre er sogleich losgefahren, doch seine vernünftige Begleiterin meinte, es sei vielleicht besser, in den dicht besiedelten Gebieten nachts zu fahren.

„Die Leute könnten sich erschrecken, wenn sie sehen würden, wie du auf Wolkenschienen durch die Gegend saust“, sagte das Käuzchen und der Zug sah ein, dass es Recht hatte. Sie würden also den Abend abwarten.

Bei Anbruch der Dunkelheit machten sie sich auf den Weg. Das Käuzchen hatte von seinem Verwandten Anweisungen erhalten, und es informierte den Zug im Laufe der Reise über die Richtung, die er nehmen musste. Der Weg war weit, und sie legten immer wieder Pausen ein. Das Käuzchen musste von Zeit zu Zeit auf Nahrungssuche gehen. Jedes Mal kam es mit Neuigkeiten und interessanten Erlebnissen zurück, und diese waren alle auf irgendeine Weise bereichernd, so dass der Zug sich immer öfter fragte, wo es seine Weisheiten eigentlich her hatte. Die Zeit verging, und eines Tages lag das geheimnisvolle Land vor ihnen. Endlich! Der Zug zitterte dem Moment entgegen, in dem er das Antlitz Gottes sehen würde.
Es dauerte nicht mehr lange, und der Zug und das Käuzchen standen auf dem heiligen Berg. Andächtig schaute der Zug umher. Es war ein beeindruckender Anblick - aber außer dem Himmel, den er schon von zu Hause kannte, sah er nur Berge; von einem Antlitz Gottes war nichts zu sehen. Seine Enttäuschung war so groß, dass er lange Zeit wie erstarrt war. Das Käuzchen ergriff als erstes das Wort:
„Ich kann deine Enttäuschung gut verstehen“, sagte es sanft, „aber bitte, gib noch nicht auf. Wir haben viel Zeit für unsere Suche. Das Antlitz Gottes existiert vielleicht in den Herzen der Einwohner und ist deshalb für unsere Augen unsichtbar.“
Es schaute ihn dabei prüfend von der Seite an. Der Zug hatte nur mit einem halben Ohr zugehört. Er war wieder in seine Zweifel verstrickt. Würde er den Himmel jemals finden oder musste er zuerst sterben? Er wollte aber noch nicht sterben. Was sollte er tun? Wieder nach Hause fahren? Nein, so schnell würde er nicht aufgeben.
„Hast du eine Idee, was wir als nächstes tun sollen?“ fragte er seine aufmerksame Begleiterin.
„Ich habe vor ein paar Tagen von einem 'Platz des Himmlischen Friedens' im Reich der Mitte gehört. Das könnte eine Spur sein“, antwortete das Käuzchen, und nur ein sehr geübtes Ohr hätte das leichte Zögern in seiner Stimme bemerkt.
„Gut“, sagte der Zug ein wenig bitter, „worauf warten wir noch? Hier haben wir nichts mehr zu suchen.“
Nach einiger Zeit hatte der Zug seine Enttäuschung verdaut und forderte seine Begleiterin auf, ihm etwas über dieses Reich der Mitte zu erzählen. Das Käuzchen erzählte ihm über die Kultur, die schon uralt sei, über das Land, über die Menschen und ihre Lebensphilosophie und über eine riesengroße Mauer.
Auf diese Weise wusste das Käuzchen den Zug immer wieder aufzumuntern und so verging die Zeit wie im Flug. Bald hatten sie ihr Ziel erreicht - den Platz des Himmlischen Friedens! Sie standen auf einem riesigen leeren Platz. Dieser mündete in eine Stadt, die von den Einwohnern die 'Heilige Stadt' genannt wurde, wie das Käuzchen wohl wusste. Der Zug war fassungslos.
„Ist das alles?“ fragte er mit zittriger Stimme. „Aber wo ist denn der Himmlische Frieden? Ich kann nichts spüren!“
Der Zug hätte am liebsten losgeheult. Er starrte auf den großen leeren Platz und war furchtbar unglücklich.
„Sollten wir nicht zur Abwechslung in eine ganz andere Richtung fahren? Vielleicht in das Land, durch das der Wein fließt. Ich habe in einem meiner Abteile von einer Muttergotteserscheinung in einer Stadt dieses Landes gehört. Wo die Muttergottes ist, kann doch der Himmel auch nicht weit sein“, schlug er nach einiger Zeit zaghaft vor.
Natürlich war das Käuzchen einverstanden. Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es weiter und im Land der Flüsse aus Wein erlebte der arme Zug dieselbe Enttäuschung - kein Himmel außer dem, über seinem Kopf! Und so geschah es noch viele Male. Immer wieder wurde der Zug von Zweifeln und Ängsten geplagt und war oft nahe daran aufzugeben.
So verging die Zeit, und der Zug hatte nicht bemerkt, dass er durch Angst, Enttäuschung, Wut und Zweifel, aber auch durch Freundschaft, Fürsorge, Hingabe und Demut, die er auf seiner Reise erfahren hatte, immer mitfühlender und weiser geworden war. Eines Tages, sie kamen gerade aus dem Land des großen Manitu und hatten die ewigen Jagdgründe nicht gefunden, standen sie tagsüber in einer Wüste. Hier kamen verständlicherweise nicht viele Menschen vorbei und wenn doch, würden sie bestimmt an eine Fata Morgana glauben.

Der Zug stand ganz ruhig und empfand plötzlich tiefen Frieden und innere Freiheit. Er stand in einer Wüste und hatte das Gefühl im Himmel zu sein. Das Käuzchen beobachtete den Freund mit gewohnter Aufmerksamkeit und wartete geduldig. Der Zug genoss auf seine eigene Weise dieses neue, ihm unbekannte Gefühl, und er bemerkte nicht, dass die Sonne auf ihn herab brannte und eine dicke Schicht Sand ihn bedeckte. Er war glücklich. Aus der Saat von Enttäuschung, Angst, Leid und Zweifeln, aber auch Demut und Freundschaft, war die Blume des Friedens und der Freiheit aufgegangen.
„Ich will nach Hause“, sagte er nach einiger Zeit ruhig, und das Käuzchen antwortete schlagfertig:
„Das trifft sich ja gut, denn in 3 Tagen ist deine Frist vorüber!“
Erstaunt schaute der Zug auf seine Freundin.
„In 3 Tagen? Das ist doch nicht möglich! Ich habe gar nicht bemerkt, dass wir schon so lange unterwegs sind.“
Das Käuzchen freute sich, denn es hatte vor Jahren eine ähnliche Reise gemacht, nur war es nicht auf Wolkenschienen gereist, sondern auf den Flügeln des Windes. Das Ergebnis war jedoch dasselbe gewesen. Es hätte dem Zug gerne die ganze Aufregung erspart, aber es wusste, dass jeder diese Reise auf seine eigene Art und Weise unternehmen musste. Jetzt hatte der Zug Frieden und Freiheit gefunden und sie konnten getrost nach Hause zurückkehren.

Genau zur rechten Zeit erreichte der Zug den heimatlichen Lokschuppen. Als die Lichtgestalt erschien, saß diesmal auch das Käuzchen auf seinem Lieblingsplatz in der Lokomotive.
„Hast du erreicht, was du wolltest?“ fragte der Engel mit den ruhigen Augen.
„Ja“, entgegnete der Zug, „und ich bin sehr dankbar für das geschenkte Jahr mit den Wolkenschienen.“
Der Himmelsbote nickte:
„Ich sehe, du hast die Zeit gut genutzt. Meine Aufgabe ist hiermit erfüllt“, sagte er und verschwand in einem Lichtblitz.
Den Rest der Nacht schlief der Zug tief und fest. Als er am nächsten Morgen auf den gewohnten Schienen stand, bereit sein Tagewerk wieder aufzunehmen, hörte er einen kleinen Jungen zu seiner Mutter sagen:
„Mami, nehmen wir wieder den Käuzchenzug?“ und es wurde ihm warm ums Herz.
Ein bisschen erstaunt war er allerdings, als er hörte, dass für die Menschen in der Zwischenzeit nur eine Nacht vergangen war, während diese Nacht für ihn ein Jahr gedauert hatte. Es war ein Wunder, und Wunder gehörten zur Sprache Gottes, oder wie immer die Kraft hieß, die das Universum entstehen ließ und am Leben erhielt, daran bestand für ihn kein Zweifel mehr. Die Menschen, die in seinen Abteilen saßen, hätten schwören können, dass seine Pfeife viel fröhlicher und wärmer klang als jemals zuvor.

Was wir sind, ist Gottes Geschenk an uns; was wir werden, ist unser Geschenk an Gott. Anonym

2 comments

Elbertinum said:

Ja - das finde ich sehr gut - Das - was wir so leichthin 'Gott' nennen - will durch uns Neues erfahren - wir Menschen haben diese Kreativität :-)
8 years ago ( translate )

Elbertinum said:

Eine gute Geschichte - den Spruch am Ende kann ich voll unterstützen -
Ich wünsche dir ein gutes und sonniges Pfingstfest :-)
8 years ago ( translate )